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Nach sieben Jahren Pause ein neues Album von Recoil. "subHuman" (Foto: Mute)
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veröffentlicht: 12.07.2007 |
| CD-Tipp |
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| Recoil - "subHuman" |
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Seit 1986 verbirgt sich hinter dem Pseudonym Recoil (frei übersetzt: "Rückstoß") der englische Keyboardspezialist Alan Wilder. Mit diesem Musikprojekt kompensierte er die mangelnden Entfaltungsmöglichkeiten innerhalb seiner damaligen Band Depeche Mode. Dementsprechend war sein Erstlingswerk "Hydrology" eine Sammlung von epischen Klangcollagen mit bis zu 15 Minuten Laufzeit. Gesang fehlte völlig, dafür gab es eine Menge Raum für Synthesizer und Samples. Auch auf den Folgealben war Wilders Stimme nicht zu hören, stattdessen lud er Gastmusiker ein, die Songparts übernahmen. Hier waren besonders Kollegen des Mute-Labels gerne gesehen, wie Nitzer-Ebb-Sänger Douglas McCarthy und Moby.
 Alan Wilder ist seit über 20 Jahren der Kopf des Musikprojekts Recoil (Foto: Public Address) | Auch wenn Wilder mit seiner Zeit bei Depeche Mode völlig abgeschlossen hat: Seine Musik machte eine ähnliche Entwicklung durch wie die der ehemaligen Synthie-Popper, nämlich weg vom reinen analogen und digitalen Synthesizer-Klang hin zu "echten" Instrumenten. Diese werden allerdings nicht von Wilder bedient. Auch hier sind wieder Gäste gefragt. Es ist wohl die Kombination aus den verschiedensten Klängen, Stilen und Charakteren, die das Projekt Recoil so interessant macht.
Auch bei seinem aktuellen Album "subHuman" (Untermensch) ist der Londoner seinem Weg treu geblieben. Nach einer siebenjährigen Pause ging er wieder in sein Studio "The Thin Line", um sich ans Werk zu machen. Dort stellte er allerdings fest, dass sein Studio mittlerweile als Computer-Museum dienen konnte. "Ich hatte buchstäblich vergessen, wie man den Großteil des Equipments bedient, ganz besonders den Umgang mit der Software wie Logic Audio. Mein Computer war so veraltet wie die Programme, die ich darauf installiert hatte", erzählt Wilder. Nach einem persönlichen und technischen Update begannen die ersten Arbeiten an "subHuman", einem Album, welches sich thematisch mit Krieg und Unterdrückung beschäftigt. "Es gibt immer jemanden, in dessen Augen wir ‚subhuman’ sind", erklärt er.
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Depeche Mode – "Sounds Of The Universe" |
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CD-Tipp - Im 30. Jahr der Bandgeschichte bringen Depeche Mode ihr zwölftes Studioalbum auf den Markt. "Sounds Of The Universe" überzeugt dabei als grundsolides Album und Ergebnis großer Erfahrung der Electro-Pop-Band. Große Überraschungen oder gar Hitpotential gehen dem Album allerdings völlig ab.
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Ich + Ich - "Vom selben Stern" |
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CD-Tipp - Das zweite Album des Berliner Duos Ich + Ich unterscheidet sich in zwei Dingen ganz gewaltig vom Vorgänger. Erstens: Neuerdings ist fast ausschließlich Adel Tawil am Mikrofon. Zweitens: Die Texte sind härter geworden. "Vom selben Stern" ist etwas für melancholische Denker und solche, die es werden wollen.
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Tocotronic - "Kapitulation" |
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CD-Tipp - Trotz stets jungenhafter Playmobilfrisuren sind die Jungs von Tocotronic in den 14 Jahren Bandgeschichte gemeinsam mit ihren Fans gewachsen und erwachsen geworden. Von dem 1995 in der Single "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein" beschriebenen Streben kann nicht mehr die Rede sein. Mit "Kapitulation" veröffentlichen Tocotronic ihr inzwischen achtes Studio-Album. Entweder man liebt sie oder man hasst sie - das wird sich auch mit dem Wechsel zu Universal nicht ändern.
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