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veröffentlicht: 26.08.2007 |
| Außerkörperliche Erfahrung |
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| Forscher erzeugt High-Tech-Illusion |
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Wissenschaftlern vom Karolinska-Institut in Stockholm ist es gelungen, künstlich eine so genannte Out-Of-Body-Experience zu erzeugen. Dafür setzten die Forscher Kameras und Videobrillen ein, die den Testteilnehmern das Gefühl vermittelten, außerhalb ihres Körpers zu sein, schreiben sie in der Fachzeitschrift "Science". Dafür nutzten Henrik Ehrsson und seine Kollegen einen besonderen Effekt, den multisensorischen Konflikt. Damit ist die Unfähigkeit des Gehirns gemeint, widersprüchliche Sinneseindrücke miteinander zu verbinden.
Für sein Experiment filmte Ehrsson seine Probanden von einem Punkt etwa zwei Meter hinter ihrem Rücken aus. Diese Bilder wurden dann auf eine Videobrille übertragen, die die Probanden tragen mussten. Anschließend berührte der Wissenschaftler mit zwei Plastikstiften gleichzeitig die Brust des Probanden - ohne dass dieser es jedoch sah - und die Brust des virtuellen Körpers, indem er den Stift auf einen Punkt unterhalb der Kamera zu bewegte, an dem sich die Brust befinden müsste. Diese Kombination aus ungewöhnlicher Perspektive und gefühlter Berührung reichte aus, um bei den Testteilnehmern eine außerkörperliche Erfahrung hervorzurufen: Sie fühlten sich, als ob sie tatsächlich hinter ihrem Körper gesessen und ihn von dort aus beobachtet hätten, berichteten sie. Die Schweden hoffen nun, dass sie mit ihren Ergebnissen verstehen können, warum die Einheit zwischen dem gefühlten Selbst und den physikalischen Grenzen des eigenen Körpers überhaupt zustande kommt. Auch todesnahe Erfahrungen könnten so analysiert werden.
(TK)
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