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Als schillernder Paradiesvogel strahlt Lee Eleganz und Glamour aus (Galerie Anita Beckers, Frankfurt (Main)/GAK Bremen)
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veröffentlicht: 24.10.2007 |
| Ausstellungs-Tipp |
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| "Projects and Parts" |
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 Lee posiert als verruchtes Mädchen (Galerie Anita Beckers, Frankfurt (Main)/GAK Bremen) | Wie kann man eine Subkultur wahrheitsgemäß zeigen, ohne dass die Abbildung gestellt wirkt? Viele Künstler, beispielsweise Dokumentarfilmer, leben über einen bestimmten Zeitraum mit ihren "Objekten" zusammen, verfolgen deren Alltag und gliedern sich als stille Beobachter im Hintergrund ein. Die Koreanerin Nikki S. Lee hat in ihren Milieustudien "Projects and Parts" eine andere Vorgehensweise verfolgt: Statt passiv zu observieren, mischte sie aktiv mit. Sie knüpfte an bestehende soziale Netzwerke an und übernahm das äußere Styling und die Tagesabläufe der Gruppen.
 In diesem Projekt mimt die Künstlerin das ängstliche Ehefrauchen (Galerie Anita Beckers, Frankfurt (Main)/GAK Bremen) | Um völlig in diesen Welten eingebracht zu sein und um Authentizität zu waren, überließ die Fotografin dann den Amateuren aus der Szene das Knipsen. Trotzdem behielt sie Einfluss auf ihre Motive, denn sie bestimmte, wann, wo und wie fotografiert werden sollte und warf sich entsprechend in Pose. Einmal stakste die Verwandlungskünstlerin im Rahmen des "Yuppie"-Projektes aus einer Edelboutique heraus. Während des "Hip-Hop"-Projektes plazierte sie sich in knallengen Hotpants auf dem Rücksitz einer Luxus-Limouine.
Die Essenz in Nikki S. Lees Studien besteht darin, dass sie sehen will, inwiefern die Entwicklung der eigenen Identität vom sozialen Umfeld beeinflusst wird. Um das zu verdeutlichen, gibt es auch eine ganze Reihe von Fotos, in denen ihre stilisierten Charaktere plötzlich isoliert gezeigt werden. Kann man aus seinem stark spezifizierten Umfeld hinausgerissen werden und alleine genauso weiter existieren? Das Ich als Teil der Gesellschaft ist das omnipräsente Thema bei diesen Werken.
 Die rote Datumsanzeige unten rechts soll zur authentischen Wirkung beitragen (Galerie Anita Beckers, Frankfurt (Main)/GAK Bremen) | Zusätzlich zu den Fotos hat die Künstlerin einen Film gedreht, der sich auf verzwickte Weise des Themas annimmt. Es ist eine Art Fake-Dokumentation, in der sich die "wahre" Lee immer wieder zu offenbaren scheint und dann doch wieder hinter einer Fassade verschwindet.
Die Ausstellung lässt den Besucher intim in bestimmte Subkulturen einblicken und regt zum Grübeln über Konformität und Selbstbestimmung an. Sie läuft bis zum 2. Dezember in der Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK) Bremen.
(Gesche Loft)
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"Vom Funken zum Pixel" |
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Ausstellungs-Tipp - Viele Bereiche der menschlichen Kultur haben in den letzten 20 Jahren einen Digitalisierungsboom erlebt. Auch in der Kunst hat sich das bemerkbar gemacht. Im Gropiusbau in Berlin macht darauf jetzt die Ausstellung "Vom Funken zum Pixel" aufmerksam, die bis zum 14. Januar 2008 zu sehen ist.
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"Einfach fotografieren" |
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Buch-Tipp - Willst du wissen, wie du aus deiner kleinen Digitalkamera Großes herausholst? Wie du ein Motiv optimal ablichtest? John Hedgecoes "Einfach fotografieren" erklärt die Kunst des perfekten Bildes.
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