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Blick in das Modell der Ausstellung mit den großen Ausgrabungsflächen im und vor dem Grabungszelt (Foto: LWL/Kalus)
Blick in das Modell der Ausstellung mit den großen Ausgrabungsflächen im und vor dem Grabungszelt
(Foto: LWL/Kalus)


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www.landesmuseum-herne.de
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veröffentlicht: 27.02.2008
Ausstellungs-Tipp  
"Achtung Ausgrabung"
Die Ausstellung "Achtung Ausgrabung" gewährt auch Einblicke in aktueller Ausgrabungen in Westfalen, wie hier in Borken (Kreis Borken) (Foto: LWL)
Die Ausstellung "Achtung Ausgrabung" gewährt auch Einblicke in aktueller Ausgrabungen in Westfalen, wie hier in Borken (Kreis Borken)
(Foto: LWL)
Wer Museen langweilig findet, der sollte einmal die aktuelle Sonderausstellung des Westfälischen Museums für Archäologie besuchen. "Angestaubt" im wahrsten Sinne des Wortes ist die zwar, aber das bringt der Beruf des Archäologen manchmal mit sich.

Bei der Mitmach-Ausstellung "Achtung Ausgrabung" kann man selbst zu Pinsel, Kelle, Messlatte und Zeichenstift greifen. Auf der 800 Quadratmeter großen Sonderausstellungshalle des Landesmuseums in Herne können Besucher jeden Schritt der Arbeit eines Archäologen selbst ausführen. Dort ist ein authentisches Forschungsumfeld mit angehängtem Werkstatt- und Forschungsbereich zur Untersuchung der Funde aufgebaut. Die Ausstellung gibt Erklärungen und präsentiert die neusten Funde aus der Region.

Auch für die echten Archäologen gibt es in Westfalen viel Praktisches zu tun. Erst Mitte Februar vermeldete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der Träger des Herner Museums, einen neuen Fund. Auf einer Baustelle in Unna, östlich von Dortmund gelegen, wurden Reste einer alten Stadtmauer gefunden. Da, wo heute der Ostring um die Kleinstadt führt, stand im Mittelalter die Burg der Grafen von der Mark. Oft gehen solche archäologischen Schätze bei Bauarbeiten verloren. Von der Burg in Unna konnten nur zwei Quader, die gleichzeitig Teile der Stadtmauer waren, gerettet werden.

Angehende Archäologen und Hobby-Denkmalschützer können in der interaktiven Ausstellung in Herne noch bis zum 10. August weitere Funde bergen. An jedem Sonn- und Feiertag findet zudem um 14 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung statt.


(Marlene Hofmann)
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