Die Zukunft in deiner Hand

Die neue Gesundheitskarte (Foto: TK)
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Veröffentlicht: 05.07.2005
Elektronische Gesundheitskarte
Die Zukunft in deiner Hand
Wer gesetzlich krankenversichert ist, der kennt diesen Vorgang: Egal, ob ein Besuch beim Zahnarzt ansteht, beim Orthopäden oder beim Hausarzt – bevor man ins Wartezimmer gebeten wird, kommt die obligatorische Frage: "Haben Sie ihre Versichertenkarte dabei?"Daran wird sich im Prinzip nichts ändern, wenn die elektronische Gesundheitskarte die bisherige Krankenversichertenkarte ersetzen wird. Optisch unterscheiden sich die beiden Karten in erster Linie dadurch, dass ein Foto des Versicherten die elektronische Gesundheitskarte zusätzlich vor Kartenmissbrauch schützt.
Großes Netzwerk
Ansonsten ist der Unterschied allerdings riesig: War die Versichertenkarte noch mit einem recht einfachen Speicherchip ausgestattet, so wird in der neuen Gesundheitskarte ein deutlich leistungsfähigerer Mikroprozessor mit erheblich größerem Speicherplatz integriert. Jeder Chip ist dabei ein kleines Mosaik in einem riesigen Informationsnetzwerk: Dieses Netzwerk soll mehr als 200.000 Ärzte und Zahnärzte, über 20.000 Apotheken, mehr als 2000 Krankenhäuser und etwa 300 Krankenkassen miteinander verbinden.
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Mehr Sicherheit
Weitere Funktionen sollen folgen: So wird künftig ein Notfallausweis auf der Karte gespeichert werden können, der bei einem Unfall dem behandelnden Arzt wichtige, möglicherweise lebensrettende Informationen über seinen Patienten geben kann. Über den Mikrochip wird sogar der Zugriff auf die komplette Patientenakte des Versicherten möglich sein. Auch dies ein Schritt zu mehr Sicherheit: Bisher konnte es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen, wenn zwei verschiedene Ärzte unabhängig voneinander Medikamente verschrieben, die sich nicht miteinander vertrugen. Durch die Dokumentation mithilfe der neuen Gesundheitskarte wird dieses Risiko minimiert.
Die elektronische Gesundheitskarte bringt also eine Menge Vorteile. Doch wie steht es mit dem Datenschutz, wenn persönliche Angaben auf einem Chip gespeichert sind, den Dritte einsehen können? Die Lösung für dieses Problem heißt: Selbstbestimmung. Jeder Versicherte ist sein eigener Datenschützer – er entscheidet selbst darüber, welche Daten auf der Karte gespeichert werden sollen und welche nicht.
Datenschutz gewährleistet
Darüber hinaus sorgt ein Datensicherungssystem dafür, dass nur diejenigen an die Informationen auf dem Chip gelangen, für die sie auch wirklich bestimmt sind. So haben Krankenkassen keinen Zugriff auf Notfalldaten und Arzneimitteldokumentationen. Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Krankenhäuser können nur über einen verschlüsselten Kommunikationsweg auf sensible Gesundheitsdaten zugreifen. Sie müssen sich dabei streng gesichert mit ihrem elektronischen Heilberufsausweis gegenüber dem System identifizieren.
Weitere Informationen über die elektronische Gesundheitskarte, über ihr Aussehen und ihre Funktionen, findest du bei tk.de.
(Jens Findeisen)
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