|
|
 |
 |

|
Senta Berger, die Kriminalrätin Dr. Eva Maria Prohacek der ZDF-Reihe "Unter Verdacht", steht Unikosmos Rede und Antwort (Foto: Public Address)
|
|
 |
 |
veröffentlicht: 20.12.2006 |
| Senta Berger im Interview |
|
| "Ich wollte Clark Gable küssen" |
|
„Das hat Tradition in Amerika. Das können wir nur mit amerikanischen Augen betrachten. Wir in Mitteleuropa haben sehr strenge Gesetze, was die Adoptionen angeht, die jetzt so langsam bröckeln. Da ist man in Amerika schon immer sehr freizügig gewesen. Auch mit anderen naturwissenschaftlichen Technologien ist es der Annie Leibovitz gelungen, zwei Kinder zu bekommen. Da würden wir sagen, dass wir nicht wissen, ob das richtig ist. Das Kind wird die Folgen dessen dann eben durchleben und wir als Staat wissen nicht, ob wir das zumuten können. Ich finde das eine richtige Entscheidung, dass der Staat sich da einmengt und dass das nicht nur nach individuellen Sehnsüchten gehen kann. Der Staat trägt schlussendlich die Verantwortung für die kommenden Generationen. Aber Adoptionen waren in Amerika schon immer etwas sehr Populäres und man hat damit einen viel unsentimentaleren Umgang und vielleicht auch nicht immer den richtigen Umgang, aber ich sehe das unter dem Aspekt, dass diese berühmten Ehepaare, die im Vordergrund stehen wie Brad Pitt und Angelina Jolie, vielleicht etwas weitergeben wollen, was sie empfangen haben. Die haben finanzielle Möglichkeiten, sich auszudrücken, und sie drücken sich aus, indem sie diese Projekte in Afrika machen. Sie bringen sie an die Öffentlichkeit, damit sie nicht immer um sich selbst kreisen oder um den Kosmos Hollywood. Das ist nämlich nicht der Kosmos, der schaut ganz anders aus, das sagen sie uns und das können sie uns sagen, denn sie sind Brad Pitt und Angelina Jolie. Dass sie diese beiden Kinder adoptiert haben, finde ich ganz großartig. Man sieht ja auch, dass sie gut umgehen mit den Kindern, oder?“
Ich weiß es nicht.
„Ich auch nicht, aber ich nehme es doch an.“
Könnten Sie sich unter anderen Umständen so etwas auch für sich selbst vorstellen?
„Ja, durchaus, ja."
 Michael Verhoeven ist in "Unter Verdacht" in der Rolle eines Arztes zu sehen (Foto: Public Address) | Schauen Sie eigentlich auch privat gerne Krimis?
„Selten. Ich bin überhaupt keine große Fernsehguckerin, das ist schon immer so gewesen. Wer in dem Metier arbeitet, der guckt eben ein bisschen weniger.“
Sie sitzen also sonntagabends nicht auf der Couch und schauen sich den "Tatort" an…
„Auch mal und auch mit großem Vergnügen und natürlich auch immer mit Hintergrundwissen. Zum Beispiel war bei dem Zweiteiler ‚Emilia’, den ich vor zwei Jahren gemacht habe, eine junge Schauspielerin dabei - ganz jung, sie stand kurz vorm Abitur: die Rosalie Thomass. Die hat jetzt den Nachwuchspreis des deutschen Fernsehpreises bekommen. Das finde ich wunderbar und das habe ich mit großer Freude gesehen. Man konnte damals schon sehen, dass aus der was wird, dass sie etwas hat. Sie hat eine große Kraft und Phantasie. Sie war damals noch unsicher, ob sie überhaupt in den Beruf gehen sollte. Ich habe sie stark gedrängt und sie hat immer gesagt: ‚Moment, ich will jetzt erst einmal mein Abitur machen.' Und dann war sie in diesem Dominik-Graf-Film ganz großartig. Das macht mir Spaß zu verfolgen, wie die jungen Schauspieler in Deutschland an den Aufgaben, die man ihnen stellt, wachsen.“
Sie haben kürzlich mit viel Erfolg Ihre Autobiographie geschrieben. Wenn sie nun verfilmt würde, wen könnten Sie sich in der Rolle der Senta Berger vorstellen?
„Darüber habe ich nicht weiter nachgedacht. Ich rätsele, wie diese Nachricht als Tatsache in die Zeitung kommt, denn das ist an einem privaten Abendessenstisch mal diskutiert worden und ich habe keine Ahnung, wer daraus eine dpa-Meldung gemacht haben könnte. Das ist so eine Idee eines sehr ernstzunehmenden Produzenten gewesen, der gesagt hat: ‚Das ist ja eigentlich keine Autobiographie in diesem Sinne. Für mich ist das ein Zeitdokument der 50er und 60er Jahre geworden und das würde ich gerne machen. Das kleine Mädel, das aus Unwissenheit mutig ist und fliegt.’ In diesem Stadium de Gespräche kann man daraus noch nicht eine Tatsache schaffen. Und ich habe wirklich gar keine Ahnung, wer das spielen könnte. Eigentlich müsste es ja eine Wienerin sein - auf jeden Fall, natürlich.“
Ich habe gelesen, dass früher Sophia Loren ein Vorbild für Sie war und dass Sie sie dann in Italien kennen gelernt haben. Wie war das damals genau?
„Das war deshalb so witzig, weil sie ja eine ganz ähnliche Geschichte hat wie ich. Ich weiß jetzt nur nicht mehr, wer ihr Vorbild war... Auf jeden Fall eine große italienische Schauspielerin, die durch eine Misswahl berühmt geworden ist - vielleicht war es die Lollobrigida. Auf jeden Fall starten heute sehr oft Karrieren als Fotomodell und damals in den 50er und 60er Jahren starteten Filmkarrieren des öfteren durch eine Misswahl. Also war sie so sehr beeindruckt, dass sie auch zu einer Misswahl gegangen ist und, ich glaube, sie hat sie noch nicht einmal gewonnen. Wir haben uns gegenseitig diese Geschichte erzählt und ich sagte, ich war bei diesem Wettbewerb und sie sagte:' Das rührt mich, denn ich war aus den gleichen Gründen bei diesem Wettbewerb.’ Sagen wir mal auch aus einer jugendlichen Naivität: Weil man selbst noch gar nicht weiß, wer man ist, will man lieber jemand anderes sein. Ich wollte halt mit 15 die Sophie Loren sein und ich nehme mir das heute gar nicht übel.“
Was hat Sie damals noch gereizt?
„Mich hat der Film „Vom Winde verweht“ sehr stark beeinflusst. Kürzlich habe ich ihn im Fernsehen wieder gesehen und da wusste ich plötzlich wieder, warum: Ich wollte auch von Clark Gable geküsst werden! Ich habe mich damals natürlich total mit der Scarlett O`Hara identifiziert. Das hat mich aber auch weitergebracht, das hat mich in die Richtung gebracht zu sagen: ‚Ich möchte das auch probieren. Ich möchte schauspielerisch so gefordert werden.’"
(Heike Kevenhörster)
|
|
|
Bisher wurden noch keine Kommentare geschrieben. |
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
"Ich sehe aus wie 50" |
 |
|
 |
Franco Nero im Interview - In Deutschland ist der Italiener Franco Nero hauptsächlich aus Sergio Corbuccis "Django"-Western bekannt, in denen der 65-Jährige über ein halbes Dutzend Male die Hauptrolle spielte. Im Gespräch mit Unikosmos berichtet er über ein soziales Jugend-Projekt, das er betreut, und verrät, warum Schauspieler nicht altern.
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
Grande Dame in Turnschuhen |
 |
|
 |
Nicole Heesters im Interview - Nicole Heesters sieht nicht nur für ihr Alter unverschämt gut aus. Eine schwarze Strähne schlängelt sich über die Stirn, die hellwachen Augen blitzen und angesichts ihrer Körperspannung glaubt man sofort, dass ihr der Ruf zu Recht vorauseilt, bei Interviews zur Person mit dem Fragesteller ungnädig bis gnadenlos umzugehen. Im Unikosmos-Gespräch entpuppte sich die Grande Dame dann aber vor allem als witzig und mitteilsam. Die temperamentvolle Schauspielerin spricht über Brad Pitt, Textangst und "Tatort".
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
„Der Teufel trägt Prada“ |
 |
|
 |
Kino-Tipp - Intrigant elegant: Wer eine großartige Meryl Streep und viel schwarzen Humor erleben will, sollte sich an der Kinokasse für „Der Teufel trägt Prada“ anstellen - einer extrem unterhaltsamen Haute-Couture-Komödie.
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
Sicher im Chefsessel |
 |
|
 |
Charlotte Schwab im Porträt - Ihr kennt sie als Lolles Mutter aus "Berlin, Berlin", als Kommissarin in "Das Duo" und als Chefin der Autobahnpolizei in "Alarm für Cobra 11". Unikosmos sprach mit der Schauspielerin über Rollen, Temperament und Äußerlichkeiten.
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
"Scharfe Biene" |
 |
|
 |
Hannelore Hoger im Interview - Den Krimi "Bella Block - ... denn sie wissen nicht, was sie tun“ zeigt das ZDF am Samstag, 12. Februar 2005, um 20.15 Uhr. So tough wie die Kommissarin Bella Block präsentiert sich Hannelore Hoger auch im Unikosmos-Interview. Die Schauspielerin spricht über Rollenklischees, Resolutheit und Rap.
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
 |
|
|
 |
|